Keine Regel ohne Ausnahmen !
 
“Ein Gesetz ist nur so gut, wie die absichtlich eingebauten Schlupflöcher!” (meinte einmal eine Abgeordnete des Deutschen Bundestages)

Es ist ein Skandal!
Wie schon in der Vergangenheit, lässt Brüssel auch jetzt wieder eine Ausnahme zu:
Betriebe mit weniger als 350 Hennenplätzen sind nicht registrierungspflichtig und brauchen ihre Eier leider auch nicht zu stempeln, solange sie keine an Wiederverkäufer abgeben. Sie können sich aber registrieren lassen und dann auch codieren.
Als Selbstvermarkter dürfen sie auf Wochenmärkten oder als so genannte “fliegende Händler” an Haustüren diese Eier ungestempelt noch bis zum 30. Juni 2005 verkaufen.
Dies gilt aber nur, wenn sie keine zugekauften Eier anbieten!

NEU !!! Und noch eine Ausnahme (entsprechend einer Mitteilung des BMVEL vom 05.02.2004):
“Betriebe mit mehr als 350 Legehennen, die alle erzeugten Eier direkt vermarkten, (sind) zwar registrierungspflichtig ..., (müssen) aber ihre Eier nicht kennzeichnen ...”
Wir haben heute (06.02.04, 12.10 Uhr) beim BMVEL nachgefragt, ob dies auch dann gilt, wenn aus dem eigenen Betrieb sowohl gestempelte Eier aus Bodenhaltung angeboten werden als auch ungestempelte aus Käfighaltung. Wir werden die Antwort sofort nach Eingang hier einstellen. 

Es ist leider davon auszugehen, dass besonders auf Wochenmärkten und an der Haustür weiter nach Strich und Faden gelogen wird!

Deshalb hier unser zweiter Tipp:
Kauf niemals Eier ohne Code!